Wir haben den Blick für Details und ein sicheres Gespür für das Ganze.

 

Komplizierte Gussteile, wie z.B. Kettenglieder, mit vielen Hinterschneidungen, können entweder im Sandguss- oder Wachsauschmelzverfahren hergestellt werden. Letzteres eignet sich vor allem bei der Herstellung von kleinen Teilen.

1. An dem zu gießenden Modell werden ein oder mehrere Angüsse angebracht. Anschließend wird das Teil in Silikon eingegossen. Ist das Silikon ausgehärtet, wird es an der Trennfuge aufgeschnitten und das Urmodell entfernt. 

2. Flüssiges Wachs wird mit etwa 70°C und geringem Druck in die Silikonform eingespritzt. Nachdem das Wachs ausgehärtet ist, wird das Modell aus der Form genommen. Dieser Vorgang wird beliebig oft wiederholt. Die Modelle werden gereinigt, kontrolliert und zu einem Gießsystem montiert. Das Gießsystem wird in einen Formkasten gestellt, der unter Vakuum mit speziellem Gips ausgegossen wird.

3. Der Formkasten wird bei etwa 730°C 11 Stunden gebrannt: Wasseranteile im Gips und das Wachs verdampfen.

4. Messing wird bei ca. 1.000°C unter Vakuum in die Form gegossen.

5. Die gefertigten Teile werden vom Gips befreit, gereinigt und der Anguss entfernt. Es ist mit einem Ausschuss von ca. 10% zu rechnen.

Vorteile des Gießverfahrens:

  • Es lassen sich nahezu alle Formen gießen, auch Teile mit vielen Hinterschneidungen, weshalb sich dieses Verfahren besonders für Kettenglieder eignet.

  • Auch für Kleinserien ist das Gießverfahren zu bevorzugen, da die Kosten für die Form – im Gegensatz zum Kokillenguss - gering sind.

 

Nachteile des Gießverfahrens:

  • Das Gießverfahren ist sehr arbeitsintensiv, jedes Teil muss zweimal gegossen werden: erst als Wachsmodell, dann in Metall. Auch müssen alle Wachsteile durch ein Anguss-System miteinander verbunden werden.

  • Es ist sehr kostenintensiv, denn der benötigte Spezialgips ist teuer, kann nur einmal verwendet und muss entsorgt werden. Des Weiteren fallen zusätzliche Kosten für das Wachs an.

  • Es ist sehr zeitintensiv, da die Küvetten mindesten elf Stunden gebrannt werden müssen, bis alle Wachsrückstände entfernt sind und ein optimales Gussergebnis gewährleistet ist.

 

                                      Das Gießwerk - Schneider Feinguss und Modellbau  - Zwergerstr. 2d  - 85579 Neubiberg  - T. +49 (0)89 49 00 34 73  - info@giesswerk.de